Beate Zschäpe kämpft mit Heer, Stahl und Sturm

Die TAZ stellt heute eine eklatante Waffenungleichheit zwischen Anklage und Verteidigung fest:

Mindestens sieben Staatsanwälte (und hunderte Helfer) arbeiten schon seit Monaten an der Anklage gegen Beate Zschäpe wegen Mitgliedschaft in der NSU-Terrorgruppe. Zschäpe hat dagegen derzeit nur einen Pflichtverteidiger, den Kölner Wolfgang Heer. Sieht so ein fairer Strafprozess mit Waffengleichheit zwischen Anklage und Verteidigung aus?

Heer hatte bei der Bundesanwaltschaft angeregt, noch zwei weitere Kollegen als Pflichtverteidiger zu bestellen, weil das Verfahren so komplex ist. Schon mehrere hundert Stehordner umfassen die Aktenbestände, die durchgearbeitet werden müssen. Derzeit arbeiten die Anwälte Wolfgang Stahl und Anja Sturm als unbezahlte Wahlverteidiger mit. Doch die Bundesanwaltschaft hält einen einzigen (bezahlten) Pflichtverteidiger für ausreichend. Mehr sehe das Gesetz nicht vor.

„Diese Haltung zeugt von einer gewissen Zynik und mangelnden Ernsthaftigkeit“, kritisiert Wolfgang Stahl gegenüber der taz. Die Strafprozessordnung spreche von „notwendiger“ Verteidigung. „Das sollten bei einem derartigen Verfahren aber schon zwei oder drei Verteidiger sein.“

Quelle: h$$p://www.taz.de/Klage-gegen-NSU-Terrorgruppenmitglied/!104661/

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s