Beschneidung: Alternativ-Entwurf aus der Opposition

Die Bundesregierung hat Anfang des Monats einen Gesetzentwurf zur Beschneidung Genitalverstümmelung von kleinen Jungs vorgelegt.

3 Frauen der Oppositionsfraktionen haben einen alternativen Gesetzentwurf zur Beschneidung von jüdischen und muslimischen Jungen vorgelegt. Wie Marlene Rupprecht (SPD), Diana Golze (Linke) und Katja Dörner (Grüne) am Montag in Berlin mitteilten, müssten nach ihrem Entwurf die Jungen das 14. Lebensjahr vollendet haben.

„Die Beschneidung ist ein schmerzvoller und mit Risiken behafteter chirurgischer Eingriff. Die irreversible Entfernung des hochsensiblen, erogenen und funktional wichtigen Körperteils hat dauerhafte physische, psychische und sexuelle Auswirkungen. Wir sind daher zu der Auffassung gelangt, dass ein derart schwerwiegender Eingriff in die körperliche Unversehrtheit des Kindes nur mit dessen ausdrücklicher Einwilligung vorgenommen werden darf. Voraussetzung dafür ist die Vollendung des 14. Lebensjahres und die Einsichts- und Urteilsfähigkeit des betroffenen Kindes. Die Beschneidung muss darüber hinaus nach den Regeln der ärztlichen Kunst von einer Ärztin oder einem Arzt mit der Befähigung zum Facharzt für Kinderchirurgie/Urologie erfolgen.“

Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf nahm bereits Anfang November die erste Hürde im Bundesrat. Einwendungen gegen die Regelung fanden dort keine Mehrheit.

Der Eingriff soll in Deutschland erlaubt bleiben, wenn die Regeln der ärztlichen Kunst eingehalten werden. Das bedeutet, dass ein Kind im Zweifel eine Betäubung oder Narkose bekommt. Das Kindeswohl darf durch den Eingriff zudem nicht gefährdet sein.

Der Gesetzentwurf muss noch vom Bundestag verabschiedet werden.

Die Erfolgsaussichten dieses alternativen Gesetzesentwurfs dürften aber gering sein. Kleine Mädchen werden weiterhin vom Gesetz beschützt, während die körperliche Unversehrheit von kleinen Jungen nun zum Abschuß freigegeben ist.
Art. 3 Abs 2 GG: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Quelle: h$$p://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gp_specials/beschneidung/article/826461/beschneidung-alternativ-entwurf-opposition.html

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