Jeder kommt durch

Mittlerweile wird ja in Regionen Deutschlands jeder durchs Abitur gewunken, der seinen Namen richtig schreiben kann.
Negativer Effekt für alle: Die Wertigkeit des Schulabschlusses sinkt.
Wie ihr Sohn hat nur 1,1 Abitur? Dann kommt er halt auf einen Nachrückerplatz.

Das erhöht den Druck auf die Hochschulen. Wenn das Abitur seine Aussagekraft verliert, weil aus Dorf Eins, jeder 1,0 bekommt und in Dorf Zwei ehrlich benotet wird, füllen sich die Hörsäle mit mehr ungeeigneten Abiturienten aus Dorf Eins und ein nächster Robert Koch aus Dorf Zwei kommt erst gar nicht zur Universität.
Wer verliert, ist die Gesellschaft. Drum fängt man nun an der Hochschulen auch an, eigene Vorauswahltests abseits der Abiturnoten durchzuführen.

Andere hingegen machen es sich einfacher und schleusen die Studenten einfach durch. Dann ist irgendwann halt auch der Hochschulabschluß nichts mehr wert und die Leidtragenden sind diesmal die Studenten, die Firmen und damit irgendwie auch wieder alle, sprich die Gesellschaft.

Zeit uns nach Nordrhein-Westfalen zu wenden: Da schafft Rot-Grün die Erfüllung von Traumquoten a la DDR:

In Nordrhein-Westfalen legen immer mehr Abiturienten ihre Prüfung mit der Bestnote 1,0 ab. In den vergangenen fünf Jahren meldeten Schulen einen Anstieg um rund 120 Prozent – landesweit machten 2011 genau 1000 Schüler ein „Traumabitur“. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) führt die Bestnoten auf eine gestiegene Leistungsbereitschaft der Abiturienten zurück.

Dagegen verwies CDU-Schulexpertin Ina Scharrenbach auf die überwiegende Meinung in Wirtschaft und Universitäten, „dass das Abitur schleichend entwertet wird“. Dies tauge „höchstens zum Aufhübschen von Statistiken“, sagte Scharrenbach unserer Zeitung. Löhrmann lässt diesen Vorwurf nicht gelten. So sei der Anteil der Abiturienten mit der Bestnote 1,0 in NRW in den vergangenen fünf Jahren lediglich von 0,72 Prozent auf 1,25 Prozent gestiegen.

Im Vergleich mit anderen Bundesländern habe sich NRW mit dieser Quote bis 2011 nur vom unteren Mittelfeld ins Mittelfeld vorgeschoben. Dabei habe sich die Abiturdurchschnittsnote in NRW auch insgesamt kontinuierlich verbessert. Löhrmann verwies darauf, dass gerade die Leistungsbesten jede Anstrengung unternähmen, um für Numerus-clausus-Fächer fehlende Punkte bei ihrer Durchschnittsnote durch freiwillige mündliche Zusatzprüfungen zu verbessern.

Deshalb sei davon auszugehen, dass der Anstieg der Bestnoten „nicht auf eine Senkung der Anforderungen im Abitur“ zurückzuführen sei. Im Regierungsbezirk Köln erhöhte sich die Zahl der Abiturienten mit Bestnote 1,0 zwischen 2007 und 2011 von 136 auf 287.

Quelle: h$$p://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/Nordrhein-Westfalens-CDU-spricht-von-schleichender-Entwertung-article935924.html

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