CDU will Vorrangprüfung fallen lassen

Deutschlands Arbeitsministerin Ursula von der Leyen möchte den bundesdeutschen Arbeitsmarkt liberalisieren, um mehr ausländische Arbeitskräfte ins ohnehin übervolle deutsche Boot zu holen. Gleichzeitig warten Millionen Bundesbürger auf eine Anstellung. Weswegen sollten wir Zuwanderung brauchen?

Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung konnten belegen, dass es sich beim angeblichen „Facharbeitermangel“ um eine „Fata Morgana“ handelt, wie Karl Brenke die Erkenntnisse zusammenfasste. Im Gegenteil, in manchen Branchen steht der Wirtschaft eine Fachkräfte-Schwemme bevor.

Zahlen lügen bekanntlich nicht, Politiker schon. Wie der „Spiegel“ enthüllte, wurde das Ergebnis der angeführten Studie im Sinne von der Leyens und der Industrie ordentlich frisiert. Selbstverständlich bestünde ein eklatanter Mangel an Facharbeitern, weshalb die Bundesrepublik auf weitere Zuwanderung angewiesen sei, verlautete der Präsident des Wirtschaftsforschungsinstitus – auftragsgemäß, wie man annehmen darf. Die Arbeitsministerin reagiert prompt mit tollen Ideen, die den deutschen Wirtschaftsstandort für Arbeitskräfte attraktiver machen sollen. Die Lösung des angeblichen Problems bestünde demnach in einer „Fachkräfte-Initiative“, wie die Ministerin ausdrückte.

Bis jetzt muss, wenn sich ein Ausländer und ein Deutscher um eine Anstellung bewerben – bei gleicher Qualifikation – der deutsche Bewerber angestellt werden. Diese Regelung, die im Interesse der einheimischen Bevölkerung liegt und sich Vorrangprüfung nennt, soll jetzt fallen.

Die Industrie jubelt. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Hans Heinrich Driftmann, sparte nicht mit Lob: „Die Ministerin setzt an der richtigen Stelle an.“ Ausländische Arbeitskräfte geben sich im Allgemeinen mit wesentlich niedrigeren Löhnen zufrieden und stellen geringere Anforderungen an den Arbeitgeber. Deshalb sind sie ein geeignetes Mittel, um die Lohnforderungen der Gewerkschaften zum Schaden der Erwerbsbevölkerung zu drücken. Schließlich können rebellische Angestellte bei entsprechender Zuwanderung leicht durch andere ersetzt werden.

Bereits jetzt können viele Familien nicht mehr von ihren Einkünften aus geregelten Arbeitsverhältnissen leben – die wenig wünschenswerte Entstehung eines neuen Proletariats ist die Folge. Niedrigere Löhne werden die ohnehin angespannte Situation vieler Haushalte zusätzlich verschlechtern, die Profite von Industrie und internationalen Großkonzernen werden dafür im selben Maß steigen. Es handelt sich um eine weitere Umverteilungsmaßnahme von Arm nach Reich.

Gewählte Volksvertreter machen die Bevölkerung zum Freiwild des international agierenden Kapitals, das nicht nach sozialem Frieden, sondern sich steigernden stetig Gewinnen trachtet. Anstatt sich für die Interessen der Bürger einzusetzen, verdingen sie sich viele Politiker als Anwälte von Finanzwelt und Industrie. Der Lohn dafür besteht in lukrativen Posten nach dem Ausscheiden aus der aktiven Politik. Den Ansprüchen an eine Demokratie entsprechen die gegenwärtigen Umstände freilich nicht.

Quelle: h$$p://www.unzensuriert.at/content/003020-CDU-will-Vorrang-fuer-Auslaender-am-Arbeitsmarkt

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