Wunderschönes Interview zum Thema Klimawandel

Es spricht der frühere britische Finanzminister Lord Nigel Lawson:

Lord Lawson, in seinem neuesten Bericht schreibt der Weltklimarat der Vereinten Nationen (IPCC), die Durchschnittstemperatur auf der Welt sei seit 15 Jahren nicht mehr gestiegen. Ein Grund zum Aufatmen?
Das ist sicher ein bemerkenswertes Eingeständnis, ein Umdenken sehe ich beim IPCC dennoch nicht. Vor allem hat sich gezeigt, dass die Modelle, auf die sich das IPCC stützt, nicht adäquat sind. Sie müssten überprüft werden, das ist der Schluss, den ich aus dem neuen Bericht ziehe. Man hat hier eine Theorie aufgestellt, diese auf ein Computermodell übertragen, und dann suggeriert, man könne vorhersagen, was die Zukunft bringen wird. Vor allem aber widersprechen die Aussagen des IPCC allen empirischen Erkenntnissen. So macht man keine Wissenschaft.

Trotzdem: Die Menschheit produziert mehr Kohlenstoffdioxid (CO2) als jemals zuvor. Hat all dies keinen Einfluss auf das Klima?
Dass wir mehr CO2 in die Atmosphäre schicken als je zuvor, ist klar, und es stimmt wohl auch, dass dieses einen wärmenden Effekt hat. Das ist der Treibhauseffekt. Doch wie gross ist er? Und welchen Einfluss hat CO2 auf das Klima? Darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Die Alarmisten, die im IPCC den Ton angeben, behaupten, der ohnehin bestehende Treibhauseffekt werde durch unseren CO2 noch verstärkt. Doch das ist keineswegs sicher: Das Klima hat sich immer verändert, und dies geschah viele Jahrhunderte bevor der Mensch anfing, Treibhausgase zu produzieren. Also muss es andere Faktoren geben, die einen Einfluss haben. Der wichtigste von ihnen ist zweifellos die Aktivität der Sonne.

Vielleicht haben ja auch die Ozeane das CO2 absorbiert und sind dadurch wärmer geworden.
Das ist reine Spekulation, eine Ausrede der Alarmisten, die nun nach Gründen dafür suchen, dass sie sich geirrt haben. Im Allgemeinen sind die Ozeane derzeit sehr kalt, und über die Temperatur der Tiefsee gibt es keine aktuellen Untersuchungen.

Auch der Golfstrom könnte sich abgeschwächt haben. Dies könnte erklären, dass es in Nordeuropa nicht wärmer geworden ist.
Der Golfstrom hat sich nicht abgeschwächt, was wir daran sehen, dass es in Nordeuropa nicht kälter geworden ist. Dass CO2 den Golfstrom beeinflussen könnte, halten die führenden Meeresforscher übrigens für Unsinn: Der Golfstrom wird allein von den Winden beeinflusst, diese sind wiederum von der Rotation der Erde abhängig.

Gibt es nicht immer mehr Naturkatastrophen, die auf einen Klimawandel hindeuten?
Das ist völlig falsch! Die Zahl und Heftigkeit der Tropenstürme ist in den letzten Jahrzehnten nicht angestiegen, auch wenn die Versicherungen immer das Gegenteil behaupten, um ihre steigenden Prämien zu rechtfertigen. Tatsächlich ist ein Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und den extremen Wettersituationen nie bewiesen worden.

Doch der Meeresspiegel steigt, wenn man dem IPCC glaubt, sogar noch stärker als bisher angenommen.
Tatsächlich gab es einen sanften Anstieg des Meeresspiegels, seit man begonnen hat, diesen zu messen. Es gibt allerdings keinerlei Anzeichen dafür, dass er nun schneller ansteigen wird, als er dies in den letzten 100 Jahren getan hat. Das Konzept eines Welt-Meeresspiegels ist ohnehin problematisch, denn im Grunde ist die Höhe des Meeres ein lokales Phänomen: In manchen Weltteilen hebt sich das Land an, sodass es aussieht, als würde der Meeresspiegel sinken, während es in anderen Weltregionen genau andersherum ist.

Sie selbst haben immer wieder von Vorteilen gesprochen, die eine leichte Erwärmung des Klimas mit sich bringe.
Bis zu einem gewissen Grad hat die Klimaerwärmung tatsächlich gute Seiten und diese überwiegen die Nachteile bei Weitem. Weltweit gibt es wesentlich mehr Todesfälle aufgrund von Kälte als solche, die auf Hitze zurückzuführen sind. Ausserdem ist der Treibhauseffekt gut für die Produktion von Nahrungsmitteln, zum einen wegen der verbesserten klimatischen Bedingungen in vielen Weltregionen, zum anderen weil CO2 Pflanzen erwiesenermassen fruchtbarer macht.

Die meisten Klimaforscher sagen, die Menschheit müsse Abschied nehmen von fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle. Was wären die Folgen?
Vor allem erfolgreiche Schwellenländer wie China und Indien sollten dies auf gar keinen Fall tun, denn damit würden sie ihre wirtschaftliche Entwicklung aufs Spiel setzen. Fossile Energiequellen sind und bleiben am effizientesten. Vielleicht wird Europa einen Sonderweg gehen und auf erneuerbare Energien setzen, doch unsere Wettbewerbsfähigkeit würde darunter enorm leiden. Überall auf der Welt wird heute viel Geld investiert, um neue Öl- und Gasquellen ausfindig zu machen. Ausserhalb von Europa glaubt niemand an das Ende der fossilen Energien. Höhere Energiepreise wären schrecklich, vor allem für die Armen!

Warum beharrt das IPCC nun grundsätzlich auf seiner Position?
Das liegt in der menschlichen Natur: Wenn man eine Haltung einmal eingenommen hat, gibt man ungern zu, dass man falschlag. Politiker wiederum sprangen auf den Zug auf, um von realen Problemen abzulenken. Vor allem aber spielen auch handfeste Interessen eine Rolle: Der Industriezweig der erneuerbaren Energien könnte ohne staatliche Subventionen nicht überleben, folglich investieren diese Unternehmen in Lobbyarbeit. Hinzu kommt bei vielen Alarmisten auch ihre Ablehnung des Kapitalismus. Nach dem Scheitern des Kommunismus brauchte man neue Argumente, um die Marktwirtschaft in Misskredit bringen zu können. Teilweise trägt der Glaube an einen menschengemachten Klimawandel religiöse Züge: Dies erklärt auch, warum er in Europa, wo sich die Kirchen leeren, wesentlich stärker ist als beispielsweise in den USA.

Quelle: h$$p://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/Der-Glaube-an-einen-menschengemachten-Klimawandel-traegt-religioese-Zuege/story/24698269

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