„Frauen sind die besseren Menschen“

Die Hamburger Morgenpost hat ein Interview mit einer Hamburger Bestsellerautorin geführt. Und die Antworten der Autorin sind „geringfügig“ männerfeindlich.
Karen Duve heißt die gute Frau, wurde 1961 in Hamburg geboren, wuchs in Lemsahl-Mellingstedt auf und sollte auf Wunsch ihrer Eltern Steuerinspektorin werden. Sie fiel durch die Prüfung, fuhr 13 Jahre lang Taxi in Hamburg, schrieb darüber später den Erfolgs-Roman „Taxi“. Mit dem Sachbuch „Anständig essen“ landete sie 2011 einen Bestseller, tritt seitdem vehement für vegetarische Ernährung ein. Und jetzt hat sie ein Sachbuch geschrieben mit dem Titel „Warum die Sache schiefgeht“ über „Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen“ in den Chefetagen und gute Frauen.

MOPO: Werden die Geschicke der Welt wirklich von Psychopathen, Egoisten und Hohlköpfen bestimmt? Psychopathen sind ja psychisch ernsthaft gestörte Menschen.
Karen Duve: Ich benutze den Begriff durchaus im klinischen Sinne für Menschen, bei denen eine Hirnregion, nämlich die für Mitgefühl, Schuldgefühl, Reue und Scham, deutlich weniger aktiv ist als bei anderen Menschen. Psychopathen gibt es überall, aber in den Führungsetagen deutlich häufiger und sie richten viel Schaden an.

MOPO: Und wer in den Chefetagen kein Psychopath ist, ist ein Egoist oder Hohlkopf?
Karen Duve: Mit Hohlköpfen sind die Inkompetenten gemeint. Kompetenz gehört nicht unbedingt zu den Kriterien, die einen in Führungspositionen bringen. Führungskräfte brauchen Selbstvertrauen, Risikobereitschaft und Durchsetzungsvermögen, sprich Egoismus.

MOPO: Was die Egoisten, Psychopathen und Hohlköpfe eint, ist ja – aus Ihrer Sicht – dass das alles Männer sind.
Karen Duve: Ja, das sind fast alles Männer. Eine bestimmte Art von Männern, eine extreme Art.

MOPO: Sie sagen: Frauen sind die besseren Menschen.
Karen Duve: Ich weiß, das ist eine ganz unpopuläre These. Sobald eine Frau benennt, was in dieser Gesellschaft schlecht läuft und was davon von Männern verursacht ist, wird ihr ein Satz entgegengeblafft: „Wollen Sie etwa behaupten, dass Frauen die besseren Menschen sind?“ Aber ja, ich behaupte das.

MOPO: Das würden ja sogar die meisten Frauen bestreiten.
Karen Duve: Das hängt aber auch mit den Machtstrukturen zusammen. Es ist heikel, die schlechteren Menschen zu kritisieren, wenn die schlechteren Menschen an der Macht sind.

MOPO: Was macht Frauen denn zu besseren Menschen?
Karen Duve: Wenn man davon ausgeht, dass gesellschaftlich nützliches Verhalten als „gut“ definiert wird und gesellschaftlich schädliches Verhalten als „schlecht“, dann ist die Sache eindeutig. 93 bis 96 Prozent der Gefängnisinsassen sind Männer.

MOPO: Sie würden sogar einen erhöhten Steuersatz und höhere Versicherungsbeiträge für Männer wünschen. Ist das Ihr Ernst?
Karen Duve: Aufgrund der Schäden und Kosten, die Männer der Gesellschaft aufbürden, wäre so ein Gedanke zumindest nicht abwegig.

Quelle: h$$p://www.mopo.de/nachrichten/hamburger-bestseller-autorin-karen-duve—frauen-sind-die-besseren-menschen-,5067140,28847646.html

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5 Antworten zu „Frauen sind die besseren Menschen“

  1. judex schreibt:

    Da helfen nur die Zitate Zum Thema „Frauen“:
    https://autorenseite.wordpress.com/blogs/

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  2. mannmitbruesten schreibt:

    Das ist natürlich sehr provokant, aber ein wenig Wahrheit ist darin. In meinem Berufsleben habe viele Typen kennen gelernt. Frauen sind meist sehr team- und lösungsorientiert, Männer oft egoistischer und machtbesessener. Wenn man logisch nachdenkt – wie kommt man in die Führungsetage? Manchmal auch durch pure Leistung und Können, aber meistens geht es nicht ohne Egoismus und man hinterlässt viele „Leichen“ auf seinem Weg nach oben. Viele sind auch nur wegen dieses Macht-Gens dort oben (speziell in der Politik) und glänzen nicht mit Wissen und Kompetenz. Da haben Männer in unserem System einfach immer noch einen Vorteil. Frauen sind nicht immer die besseren Menschen, sondern sie sind meist in Positionen wo sie es auch sein können.

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  3. Wilhelm Busch hat man gesagt: „Ich preise nicht als Sittsamkeit den Mangel an Gelegenheit“. Wer keine Gelegenheit hat, Mist zu machen, ist nicht darum ein besserer Mensch, weil er keinen Mist macht. Da Frauen nun in leitenden Positionen in geringerem Maße vetreten sind (warum auch immer) sind sie nicht in der Lage, ebensoviel Schaden wie Männer anzurichten. Sie können freilich – das ist die andere Seite der Münze – aus dem gleichen Grunde auch weniger Nutzen stiften.
    Immerhin hat besagtes Interview doch einen Nutzen. Ich kenne jetzt eine Autorin, deren Bücher ich nicht lesen muß.

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  4. Waschbaerforever schreibt:

    Gerade gestern hab ich übrigens von einer Frau in einer Führungsposition gelesen:

    http://www.focus.de/panorama/welt/serie-mafia-patinnen-teil-4-bauerstochter-an-spitze-der-cosa-nostra-ihr-mann-musste-sie-la-signora-nennen_id_4233570.html

    …Die junge Frau habe ihren Brüdern an Härte und Grausamkeit in nichts nachgestanden und die Eintreibung von Schutzgeldern sogar noch ohne Skrupel verstärkt. Ohne mit der Wimper zu zucken habe sie über Leben und Tod entschieden. Sie sei zutiefst überzeugt gewesen, dass alles eliminiert werden müsse, was der Familie schaden könnte. Bei einem Besuch im Gefängnis spricht sie mit ihrem Bruder Leonardo über den Umgang mit einem vermeintlichen Verräter. Das Gespräch wird aufgezeichnet. Der Staatsanwalt betont später, dass dabei vor allem Guisy (die Frau) auf eine Ermordung drängte…

    Nebenbei: Mir fällt grad auf, der Satz „Sie sei zutiefst überzeugt gewesen, dass alles eliminiert werden müsse, was der Familie schaden könnte.“ klingt wie „Sie ist eine Frau und wollte nur ihre Familie schützen“ Ich glaub nicht das männlich Paten vor Gericht mit der Argumentation weit kommen dürften 🙂

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  5. HansG schreibt:

    Die Behauptungen zu Team- und Lösungsorientierung oder Egoismus und Machtbesessenheit finden sich auch mit umgedrehten Geschlechtern. Ich hege so meine Zweifel, dass es hier Unterschiede aufgrund des Geschlechts gibt.

    In Führungsetagen kommen viele mit Vitamin-B oder als Erbe. Allerdings lassen sich hier Unterschiede zwischen den Unternehmen feststellen. Je wichtiger für ein Unternehmen die eigene Produktion ist desto relevanter sind Können und Leistung für eine Führungsposition. Je mehr an externe Dienstleister vergeben wird desto eher finden sich in der Führungsetage Dampfplauderer.

    Was sagt das über die Quotilden in der Politik aus? Gerade erst in Japan haben einige Ministerinnen ihre Inkompetenz und Machtbesessenheit bewiesen. Die Politik ist doch das Paradebeispiel par ex­cel­lence warum Frauenquoten Mist sind und Frauen keinen Deut besser, aber auch nicht schlechter, als Männer sind.

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