Zahlvater trotz erwiesener Nichtvaterschaft

Unglaubliches durfte ich heute im Blog von Kuckucksvater lesen:

Cornell Alexander wurde bei einer Verkehrskontrolle als sogenannter “Dead beat Dad” festgenommen, denn er zahlte nicht den Kindesunterhalt. Das Kind war 1987 geboren. Doch was ist das besondere daran? Er wußte nichts davon, dass er der rechtliche Vater des Kindes war. Doch damit nicht genug. Er wußte, dass er nicht der Vater des Kindes sein konnte.

Vor Gericht erklärte er dies der Richterin, die sich unbeeindruckt davon zeigte, denn die Möglichkeit, die Vaterschaft anzufechten, ist abgelaufen, dass hätte er unmittelbar nach der Mitteilung machen müssen.
Auch da ist wieder ein Haken dran. Angeblich habe Cornell Alexander die Annahme des Einschreibens verweigert, so die Dokumentation. Cornell konnte die Annahme überhaupt nicht verweigert haben, denn er saß zu diesem Zeitpunkt nachweisbar im Gefängnis. Aber das interessierte die Richterin nicht. Ebensowenig, dass selbst die Kindsmutter aussagte, dass die Vaterschaft durch ihn ausgeschlossen ist und ein zwischenzeitlich erstellter Vaterschaftstest diese Aussage belegte. Cornell Alexander ist nicht der Vater des Kindes. Die aufgelaufenen Kindesunterhaltszahlungen belaufen sich auf knapp 70.000 Dollar. Davon sind 30.000 Dollar durch die Stadt Detroit an die Kuckucksmutter geleistet worden, die er nun erstatten muss. Die Zahlung an die Kindsmutter wurde ihm erlassen. Ob er das Urteil anfechten wird ist noch nicht bekannt.

Es gibt nur zwei Erklärungen, warum sie einen anderen Mann als den Vater angegeben hatte. Erste Möglichkeit ist, dass sie keinerlei Ahnung hat, mit wem sie sexuellen Verkehr hatte, was bei Prostitution die Regel wäre. Zweite Möglichkeit ist, dass der Vater ihr bekannt war, aber sie keine Verbindung zu ihm haben wollte, was häufig dann vorkommt, wenn der Kindsvater eine eigene Familie hat. Um Kindesunterhalt vom Staat zu beziehen musste sie nun einen Mann als Vater angeben. Da bietet es sich auch bei der US-Gesetzgebung an, jemanden als Vater anzugeben, der – da er im Gefängnis sitzt – die Vaterschaft nicht anfechten kann, da er schlichtweg nicht von seiner Vaterschaft erfahren wird. Zumindest nicht rechtzeitig. Dazu ist wichtig zu wissen, dass wenn man in den USA einen Mann als Vater angibt und dazu eine falsche Adresse. Das Gericht sendet dann das Einschreiben an die falsche Anschrift und wird es unbeantwortet zurückbekommen. Nach der 32 Tage-Anfechtungsfrist kann der bereits vom Gesetzgeber eingetragene gesetzlicher Vater nichts mehr tun, außer zahlen. Zahlt er nicht, wandert er ins Gefängnis. Das geschieht ebenfalls den Männern, die zum Zeitpunkt, als der Briefträger an seiner Haustür klopfte nicht zu Hause war – und sei es einfach, weil er zu dem Zeitpunkt arbeitete, in Urlaub war oder für sein Vaterland den Militärdienst im Ausland leistete. Aus diesem Grund sind auffällig viele Soldaten von dieser absurden Nummer betroffen.

Quelle: h$$ps://kuckucksvater.wordpress.com/2014/10/30/scheinvater-schuldet-trotz-erwiesener-nichtvaterschaft-detroit-30-000-dollar-kindesunterhalt-usa/

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