Dortmund: Stadtschutz patrouilliert in Bus und Bahn

Darüber freut sich die Presse nicht. In Dortmund patrouilliert jetzt aufgrund der steigenden Kriminalität der „Stadtschutz“ in Bussen und Bahnen.

Bei den besorgten Bürgern handelt es sich nämlich um Mitglieder der Partei „Die Rechte“

Auf ihrer Seite heißt es:
Nicht erst seit dem Überfall einer Migrantenbande auf fünf Jugendliche am vergangenen Sonntag (das „DortmundEcho“ berichtete) wird der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) gerade in den Nachmittags- und Abendstunden als Angstraum empfunden. Nachdem Aktivisten des Stadtschutzes der Partei DIE RECHTE bereits Präsenzaktionen in Stadtteilen durchführten, die von einer erhöhten Kriminalität betroffen sind, wird dieses Aktionsfeld auf die Busse und Bahnen in unserem Stadtgebiet ausgeweitet. Dabei orientiert sich die Kampagne an den französischen „Identitären“, die nach einer Serie von Gewalttaten in der Pariser Metro ebenfalls aktiv wurden. Bereits am Dienstagabend (4. August 2015) waren Vertreter des Stadtschutzes im Dortmunder ÖPNV unterwegs.

Erfreulicherweise kam es während der Aktion, die sich vor allem auf die Linien in nördlichen Stadtteilen konzentrierte, in denen die Stadtschutz-Gruppen unterwegs waren, zu keinerlei Zwischenfällen. Stattdessen standen die Aktivisten Fahrgästen helfend zur Seite und schlüpften gelegentlich, etwa bei der Beratung zum Kauf des richtigen Fahrscheines, auch in die Rolle der Kundenbetreuer, welche durch die DSW unlängst eingespart worden waren. Auffällig nervös verhielt sich im Beobachtungszeitraum eine Gruppe von Schwarzafrikanern – ob dies der Anwesenheit des Stadtschutzes geschuldet war oder die Einwanderer etwas zu verbergen hatten, ist unklar, zumindest konnten den Männern während der Bahnfahrt keine Gesetzesverstöße vorgeworfen werden. Leider ist es mangels Kapazitäten nicht möglich, täglich in allen Straßenbahn- und Buslinien Dortmunds präsent zu sein, jedoch verfolgt DIE RECHTE mit ihrem Stadtschutz-Projekt das Ziel, regelmäßige Sicherheitsaktionen in Bus und Bahn durchzuführen. Jeder Dortmunder, der selbst mithelfen möchte und etwa mit einigen Freunden bzw. Bekannten seine örtliche Linie „bestreift“, ist zur Mithilfe aufgerufen. Jede einzelne Aktion trägt dazu bei, Unsicherheitsräumen entgegenzutreten und Kriminellen das Leben in Dortmund zu erschweren!

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Die Reaktion der Presse auf dieses Bürgerengagement lohnt ebenfalls einen Blick:

Die Westfälische Allgemeine:
Jüngst posteten sie Bilder bei Facebook, die die Bande in einer U-Bahn zeigten. Nicht viel mehr als ein PR-Gag und eine weitere Provokation. Diese funktioniert, die Stadtwerke reagieren sofort: „Dazu gibt es eine klare Position unseres Hauses. Wir tolerieren und dulden das nicht“, macht DSW21-Sprecher Bernd Winkelmann auf Anfrage unmissverständlich klar.

… Der Name „Stadtschutz“ dürfte nicht zufällig gewählt sein. Zum einen liegen Assoziationen zum – bei den Neonazis verhassten – polizeilichen Staatsschutz nahe, zum anderen lässt sich die Bezeichnung mit SS abkürzen.

… Was als PR-Gag und Provokation funktioniert, könnte sich zum Bumerang entwickeln: Denn die braunen Hobby-Wachleute nutzen das Vokabular der Nazis von damals. Sie liefern damit weitere Munition für einen möglichen Verbotsantrag

… Auch die Polizei schaut mit Argusaugen hin und bringt jedes Delikt im Zusammenhang mit dem selbsternannten Stadtschutz zur Anzeige.

Das ist also die mediale Auseinandersetzung mit den sogenannten „PR-Gag“ der Partei „Die Rechte“
Wir lernen: Aufpassen, das keiner klaut, Leute zusammenschlägt, oder Kinder vergewaltigt, wird bei den Dortmunder Stadtwerke (DSW21) nicht geduldet.
Stadtschutz kann man mit SS abkürzen und damit ist Stadtschutz Nazivokabular.
Ach ja und sollten, die wirklich mal einem Dieb habhaft werden, kann der Dieb sich auf die Unterstützung der örtlichen Polizei freuen, welche dann die Aufpasser freudig anzeigt.

Quelle: h$$p://www.derwesten.de/staedte/dortmund/nazis-patrouillieren-in-dortmunder-bussen-und-bahnen-id10973348.html

Weitere Verknüpfungen: h$$p://www.ruhrbarone.de/nazis-laufen-streife-in-bus-bahn-dsw21-reagiert/111617
h$$p://www.focus.de/politik/deutschland/mitglieder-der-partei-die-rechte-neonazis-patroullieren-in-selbsternanntem-stadtschutz-durch-dortmund-polizei-alarmiert_id_4871437.html

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