Grüne Doppelstandards

Der Grüne Ulf Dunkel war 2013 medial bekannt geworden als er ein Schmähgedicht über die deutsche Beschneidungspraxis veröffentlichte. Der Zentralrat der Juden und politisch korrekte Blödpolitiker starteten ihrerseits einen Hetzkampagne gegen den Grünen, der sich später entschuldigte.

Gestern hat er in seinem Blog eine schöne Zusammenfassung der grünen Schizophrenie geschrieben. Wobei ich möchte CDU/CSU, SPD  & FDP nicht ausnehmen, die haben 2012 auch für die Genitalverstümmelung von Jungen gestimmt.

  • Am 12.12.2012 wurde im deutschen Bundestag das sog. Beschneidungsgesetz (§ 1631d BGB) beschlossen, das allen minderjährigen Jungen seitdem wesentliche Menschenrechte und Grundrechte entzieht.

Beschneidungen von Mädchen = böse, Beschneidungen von Jungens = toll.
Der Kinderärzteverband und viele andere Experten konnten sich dieser Meinung der Bundestagsabgeordneten (die alle viel mehr Ahnung haben) nicht anschließen. Was passierte nun danach bei den Grünen?

  • Die Grüne Jugend hat auf ihrem 41. Bundeskongress Im November 2013 vehement gefordert: “Kinderrecht ist Menschenrecht!” Scheinbar eindeutig stellt man dort fest: “Die GRÜNE JUGEND lehnt jegliche Gewalt ab, besonders die an Kindern¹.” Prima, könnte man denken – wäre da nicht die kleine Fußnote. Sucht man sie auf, liest man:
  • ¹: Explizit wird hier das Thema religiöse Beschneidung von biologisch männlichen Kindern ausgeklammert. Der Antrag hat nicht den Anspruch zu dieser kontroversen Debatte irgendeine Position zu beziehen.

Daran erinnere ich mich auch, das ist wirklich schon krank. Doch wie ging es weiter? Tja, eine offene Diskussion wird, man glaubt es kaum, auch bei den Grünen gekonnt unterdrückt.

  •  Auf der 39. Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) der Grünen im November 2015 hatte der Bundesweite Arbeitskreis Säkulare Grüne einen Antrag gestellt, dass sich die Partei endlich einer innerparteilichen, zieloffenen Beschneidungsdebatte öffnet, nachdem im November 2012 die damals gestellten vielen Anträge von der Parteiregie in eine sogenannte religionspolitische Kommission verwies. Diese Kommission wurde erst auf Drängen der Säkularen Grünen irgendwann 2013 endlich eingerichtet. Bis zur 39. BDK war offiziell nur bekannt, dass diese Kommission ein paar Mal getagt hat, das Thema Beschneidung kaum tangierte und angeblich in einem Abschlusspapier eine Empfehlung an die Partei geben will, wie mit dem Thema der Beschneidung umzugehen sei. Es darf gefragt werden, warum dieses Papier nicht rechtzeitig vor der BDK veröffentlicht wurde. Auch jetzt (24.11.2015) ist es noch nicht verfügbar.

Die haben ihre eigenen Leute einfach mal 3 Jahre lang verarscht. Man gründet eine Pseudokommission die nichts macht, sich kaum trifft und kein Papier rausbringt. Und wenn wer bezüglich der Bescheidung von Jungen nachfragt, wird auf diese Geisterkommission verwiesen. Klingt wie eine 1:1-Kopie von Merkels Regierungsarbeit 🙂
Es zeigt sich hier, die Grünen sind regierungsfähig!

  • Der eben erwähnte Antrag wurde von der Parteiregie unter “Verschiedenes” als V-06 einsortiert und von den Delegierten im sog. V-Ranking weggevotet.
  • Andere Basismitglieder hatten einen Änderungsantrag im Bereich “Satzung” gestellt, in dem sie Kinderrechte im Grünen Grundkonsens verankert sehen wollten. Mit der fadenscheinigen Begründung, der Grüne Grundkonsens sei schon lange nicht mehr verbindlich, wurde dieser Antrag S-04 von Bettina Jarrasch aus dem Bundesvorstand abgeschmettert. Sie versprach jedoch, mit Rückgriff auf den nicht verhandelten V-06, dass die Partei im nächsten Jahr zum Thema Beschneidung “kultursensibel” debattieren wolle.

Durch ein paar geschickte Kniffe hat man dann die Anträge abgewürgt.
Man streitet halt lieber ob es Mädchen und Jungen gendertechnisch überhaupt gibt, und schützt die irgendwelcher Mischwesen sprachlich mit Gendersternchen vor was auch immer, als das man realpolitisch eine demokratische Diskussion zuläßt oder gar eine Entscheidung trifft.
Klingt wirklich wie ein CDU-Parteitag.

Und dabei sagte Cem Özdemir auf dieser Bundesdelegiertenkonferenz:

  • …. Aber ich sage auch: Kein heiliges Buch steht über den Menschenrechten! Kein heiliges Buch steht über der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, liebe Freundinnen und Freunde! Und das muss glasklar sein in alle Richtungen.

Alle klatschen begeistert: Yeah, wir kritisieren die Religion, yeah, wir schützen Kinderrechte, yeah, irgendwas…., dabei vergaß er die Fußnote:

¹: Explizit wird hier das Thema religiöse Beschneidung von biologisch männlichen Kindern ausgeklammert.

Die Grüne Führungen feiert sich, und trotzdem ist Genitalverstümmelung von Jungen seit dem 12.12.2012 in Deutschland immer noch legal!

Quelle: h$$ps://ulfdunkel.wordpress.com/2015/11/24/grune-doppelstandards/

PS: Aber es wäre unfair hier nicht noch zu erwähnen, daß ich von den arschkriechenden Parteisoldaten der CDU, SPD & FDP noch weniger eine ehrlich geführte Diskussion über den Entzug der unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechte von Jungen in der Bundesrepublik erwarte. Die im Grundgesetz erwähnte Würde und die körperliche Unversehrtheit gelten nämlich dank dieser Volksverräter seit dem 12.12.2012 für Jungen nicht mehr.

 

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