Jörg Baberowski zur Flüchtlingskrise

Deutschland, das wir kennen, wird durch die Masseneinwanderung verschwinden.

In der Huffington Post hat ein Gespräch mit dem Historiker Jörg Baberowski geführt. Hier 3 kleine Auszüge:

Ist Deutschland dafür (Masseneinwanderung) überhaupt gut gerüstet?

Deutschland ist überhaupt nicht gerüstet. Die dynamischen Einwanderungsländer – die USA, Kanada, Australien – sind gut vorbereitet, weil sie Einwanderung organisieren und steuern. Wir machen das nicht. Es ist absurd, dass ein russischer Akademiker nur mit Mühe ein Visum erhält, einem pakistanischer Wanderarbeiter, der ohne Pass nach Deutschland kommt, aber alle Möglichkeiten offen stehen sollen. Wir steuern Einwanderung nicht.

Oder bezüglich Frau Merkel sagt er:

Natürlich weiß die Kanzlerin, was sie angerichtet hat. Hätte sie es aber zugegeben, wäre sie nicht mehr im Amt. Die Bürger müssen die Folgen dieser Politik nun bewältigen, sie werden nicht einmal gefragt, ob sie sie auch bewältigen wollen. Die Kanzlerin hat ja nicht einmal das Parlament gefragt. Die Grenzen müssten jetzt geschlossen werden. Das wäre ein klares Signal an die europäischen Nachbarn, sich an der Bewältigung der Krise zu beteiligen. Aber wird es dazu kommen? Ich bezweifle es.

Was ist falsch daran, sich als (journalistisches) Medium klar zu positionieren?

Es ist nicht Aufgabe des Journalisten, dem Zuschauer mitzuteilen, wie er die Welt sieht. Er soll mitteilen, wie andere die Welt gesehen haben, und er darf es nicht bewerten. Der Bürger ist erwachsen, er kann sich selbst ein Urteil bilden. Wer immer in Deutschland anders spricht, als es die veröffentlichte Meinung von ihm erwartet, wird mit der Nazi-Keule zum Schweigen gebracht. Es ist dumm, Politik zu emotionalisieren, auch wenn man damit die Einschaltquoten steigert. Denn was einmal als Inszenierung in der Welt ist, kann nicht einfach wieder aus ihr verschwinden. Wenn aber Zuschauer in der Berichterstattung nichts mehr von dem wiederfinden, was sie täglich erleben, wird das Spiel mit den Emotionen gefährlich. Die Bürger werden misstrauisch, sie wenden sich ab, weil sie glauben, dass Politiker und Journalisten Meinungen erzeugen und Stimmungen manipulieren wollen. In Ostdeutschland reagieren viele Bürger darauf mit größerer Sensibilität, weil sie wissen, was eine Diktatur ist und wie man in ihr lebt.

Erstaunlich. Das ist das Erste mal, das ich als Begründung für Pegida und Co. nicht lese, die im Osten sind alle Dümmer oder Brauner, sondern „Sie sind sensibler, weil sie sich mit Diktaturen auskennen“

Hier könnt ihr mehr lesen: h$$p://www.huffingtonpost.de/2015/12/07/deutschland-masseneinwanderung-verschwinden_n_8733968.html?utm_hp_ref=germany

 

 

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