USA: Verräter des Feminismus

Derzeit wird leider auch in der deutschen Presse viel zu viel über den amerikanischen Wahlkampf zu den Präsidentschaftswahlen berichtet. Eine Sache hingegen sollte auch den deutschen Leser interessieren. Die Welt hat endlich einen deutschsprachigen Beitrag dazu verfasst.

Wer es nicht weis, Hillary Clinton, eine der Kandidatinnen der Demokraten stilisiert sich nämlich zur „Bannerträgerin“ des Feminismus hoch. Wer Hillary Clinton nicht wählt ist eine Anitfeminist. So derzeit die platte Botschaft.

Eigentlich ging es ja mal darum, das Frauen selbst entscheiden dürfen was sie wollen. Das gilt aber nur solange sie nicht von der Femi-Linie abweichen. Viele junge Frauen finden nämlich Bernie Sanders interessanter, und wählen ihn wegen seiner politischen Ansichten und nicht Hillary, nur weil diese zufällig das selbe Geschlecht hat.

Bei einer Wahlveranstaltung in New Hampshire sagte z.B. Madeleine Albright:

„In der Hölle ist ein besonderer Platz reserviert für Frauen, die einander nicht helfen.“

Sprich Verräter! Verräter! Verräter! Noch platter ist Gloria Steinem:

Steinem ging sogar noch weiter und behauptete in der Show von Bill Maher, viele junge Frauen würden nur deshalb zu Sanders überlaufen und nicht bei Hillarys Wahlkampfveranstaltungen auftauchen, „weil, wenn man jung ist, dann denkt man: ,Wo sind die Jungs? Die Jungs sind mit Bernie.'“

Sprich Frauen sind dumm und denken nur mit ihrer Vagina. Sexismus pur aus dem Mund einer Vorzeigefeministin.

Dabei sind auch in Amerika (seit Obama) alle voll auf Genderkurs und das biologische Geschlecht ein Konstrukt der Gesellschaft.

Frauen die nicht Clinton wählen sind Verräter. Das hat in Amerikas tollen 2-Parteiensystem Tradition. Schwule, Schwarze oder Hispanics die nicht die Demokraten wählen, sind nämlich auch schnell Verräter. Dabei ist irrelevant ob die Demokraten überhaupt etwas für diese Gruppierungen tun.

Und viele Medien machen bei diesem Spiel mit. Man nehme nur das Kandidatenfeld der Republikaner, das so divers ist wie noch nie – und weitaus bunter als das der Demokraten. In Iowa hat mit Ted Cruz das erste Mal in der Geschichte Amerikas ein Hispanic eine Präsidentschaftsvorwahl gewonnen, ein weiterer war Dritter geworden – und kein Hahn hat danach gekräht oder es als etwas Besonderes herausgestellt, nicht einmal Vertreter der hispanischen Community in den USA.

Zu kommunistischen Zeiten hätte man so jemanden einen Klassenfeind genannt. Einer, der einfach über das falsche Bewusstsein verfügt.

Ähnlich ergeht es übrigens dem schwarzen Neurochirurgen Ben Carson. Der Pionier von Operationen an siamesischen Zwillingen galt lange als leuchtendes Vorbild der schwarzen Gemeinde in den USA. Doch nun, da er als prominenter Kandidat bei den Republikanern antritt und in den Umfragen teilweise zusammen mit Donald Trump führte, gehen viele Schwarzenvertreter auf Distanz. Es reicht nicht, dass ein Afroamerikaner politisch erfolgreich ist, er muss es dann schon in der richtigen Partei sein.

Tja die Realität ist halt nicht Schwarz-Weiß. Das wird aber leider auch in der amerikanischen Presse bewußt ignoriert. Die meisten Schwarzen in Amerika werden von anderen Schwarzen getötet. Egal. Schuld sind sowieso die Weißen und die Republikaner.

Diese Themen bewegen die Politiker gar nicht. Sie sind nur Mittel zum Zweck der politischen Mobilisierung von Stimmvieh. Der letzte Satz des Welt-Artikels ist dann auch wegweisend:

Die Demokraten haben inzwischen die Taktik perfektioniert, Republikanern wahlweise Rassismus, Sexismus oder Schwulenfeindlichkeit vorzuwerfen. Und das funktioniert meist so gut, dass Hillary der Versuchung nicht widerstehen wird, diese wohlerprobten Mittel des politischen Kampfes weiter gegen Parteifreund Sanders anzuwenden.

Erinnert irgendwie an Deutschland, oder?

Quelle: h$$p://www.welt.de/debatte/kommentare/article152022956/Wer-nicht-fuer-Hillary-stimmt-ist-eine-Verraeterin.html

 

 

 

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