Ehrenamtsstiftung oder Posten für SPD’ler

Der NDR hat bewiesen, das sie doch Qualitätsjournalismus können. Allerdings reicht es bei folgender Schweinerei doch nur zu einer kleinen Kritik an den Herrschenden.

Es geht um die Ehrenamtsstiftung des Landes Mecklenburg-Vorpommerns. Dieser aufgeblähte Apparat ist nun mittlerweile 1 Jahr alt und es zeigt sich, das es sich dabei lediglich um ein Vehikel für gut dotierte Versorgungsposten handelt.

Seit vielen Jahrens gibt es das „Netzwerk freiwilliges Engagement“ in MV. Dieser kümmerte sich um Ehrenamtliche im MV. Auch stammt der Begriff „Ehrenamtsdiplom“ von dem Netzwerk. Der Staat hatte für Ehrenämtler nur lächerliche 40.000€ übrig. Davon konnte man sich noch nicht mal eine hauptamtliche Stelle leisten.

Doch jetzt ist nach 15 Jahren Schluss. Die Ehrenamtsstiftung hat das Netzwerk überflüssig gemacht, sagt Karin Gruhlke. Sie war von der Stiftung aufgefordert worden, sämtliche Kontakte, Konzeptionen und Leistungsangebote offenzulegen. Das habe sie natürlich gemacht. Schließlich seien alle hier Netzwerker.

Als wenig später die ersten Angebote der Ehrenamtsstiftung vorgelegen hätten, hatte sie ein „Aha-Erlebnis“, sagt Gruhlke. Alles, was das Netzwerk 15 Jahre lang angeboten habe – Seminare, Workshops, Schulungen – werde jetzt von der Stiftung angeboten. Es sei gewesen, als schaue sie in den Flyer des Netzwerkes, so Gruhlke. Die Enttäuschung bei ihr und bei anderen Vereinen sei groß gewesen. Es habe geheißen, bestehende Strukturen würden durch die Gründung der Ehrenamtsstiftung nicht angetastet. Jetzt seien viele Vereine überflüssig gemacht worden.

Und jetzt kommt’s die Stiftung macht ja im Zweifelsfall das Gleiche oder Weniger als das ehrenamtliche Netzwerk. Dafür bekommt die Stiftung aber 1,4 Millionen Euro, wovon unglaublich 480.000€ bei der Geschäftsstelle bleiben. Diese leistet sich nämlich ganze sieben hauptamtliche Mitarbeiter welche 400.000€ an Fördermitteln verwalten. Ja, richtig gelesen. Die Lohnkosten übersteigen die Fördersumme!

Außerdem sind viele der guten Pöstchen mit SPD-Parteibuchträgern besetzt. Darf schließlich nicht sein, daß der Bürger ohne staatliche Aufsicht was in Vereinen bewegt.

Außerdem kann in Zukunft so sichergestellt werden, das Projekte mit Leuten falscher politischer Einstellung weniger Chancen haben.

Neben der offensichtlichen Verschwendung gibt es auch inhaltliche Kritik .Die Ehrenämtler im Land benötigen primär unbürokratisch ein paar Taler für Fahrgeld und Übernachtungen. Das kann die Stiftung aber gar nicht leisten, Sie fördert lediglich Projekte die beantragt wurden. (Fachbegriff Projektitis) Es geht also auch noch völlig am Bedarf vorbei.

Ein kaum gefördertes aber trotzdem gut funktionierendes System platt gemacht. Viele Vereine zerstört. Eine wesentlich teureres, dafür aber staatlich kontrolliertes System geschaffen.

Es scheint, erst wenn alle Belange der Bürger zu 100% staatliche betreut oder überwacht werden, ist der Staat zufrieden.

Quelle: h$$ps://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Ein-Jahr-Ehrenamtsstiftung-Nur-Symbolpolitik,ehrenamtsstiftung108.html

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