Massentötung wegen EU-Norm

40 von insgesamt 140 schottischen Hochlandrindern wurden in den letzten Tagen in Großbardau im Landkreis Grimma getötet.

Grund: die Behörde wollte die Ohrmarken der Rinder prüfen und Blut abnehmen.

Da die Tiere »mangelndes Herdenmanagement« -so der Behördenvorwurf- nicht zusammentreibbar waren, wurden mittlerweile gut zwei Dutzend unregistrierte, aber gesunde Tiere umgebracht, darunter tragende Muttertiere,

Anscheinend geht es in der Behörde nicht sauber zu:

Der Besitzer, der in letzter Minute versuchte, seine Tiere zu retten, erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Behörde. Er habe fristgerecht dem Landkreis die Herde zur sogenannten Pensionspflege übertragen. Der Tierarzt, der den Aufbau und die Betreuung der Tiere von Beginn an begleitet hatte, bestätigte eine »extensiv und tierartgerecht« und bescheinigte dem Halter, da es sich um Freilandrinder handele, eine korrekte Tierhaltung.

Die Behörde hätte jedoch die Rinder als Stalltiere eingestuft und entsprechende Auflagen erteilt, so der Besitzer. Da es sich hier aber um wild lebende Tiere, handelt, könne man diese nicht einfach in einen Stall pferchen. Deshalb habe es die Probleme mit der Kennzeichnung gegeben, so der Viehhalter. Eine durchgehende Kennzeichnung sei ihm bislang zudem nicht möglich gewesen, weil er kein Narkosegewehr nutzen durfte, obwohl die schottischen Rinder aggressiv auf eine Markierung reagieren.

Dazu steht im Medienportal Grimma genauer:

Ihm selbst ist es im März 2016 verboten worden, mit einem Narkosegewehr zu arbeiten um hier seinen Kennzeichnungspflichten nachzukommen. „Das sind wilde Tiere die hoch aggressiv werden können, kein Mensch bringt sich freiwillig in Lebensgefahr“, sagt Thomas Drechsler, der laut eigenen Aussagen ebenfalls mit Rindern arbeitete aber auch vor Jahren mit den Kreisbehörden in ähnlicher Weise kollidiert war.

Eine Kennzeichnung aller Tiere binnen eines Tages, so wie es die Behörde laut Aussagen von Viehweg, forderte ist schier unmöglich. „Mittlerweile sind über 30 Leute seit 3 Tagen damit beschäftigt, die Tiere überhaupt zusammenzutreiben“.

Dem Viehzüchter eine unerfüllbare Auflage um die Ohren gehauen und dann beginnt das Morden:

Das bedeutet, die Tiere müssen vernichtet werden, denn laut EU-Norm darf kein unregistriertes Tier existieren.

Danach hat man die Tiere kostengünstig aber qualvoll mit Stromstößen getötet. Laut Anwohnern hörte man die Tiere in ihrem stundenlangen Todeskampf. Unglaublich!

Die überlebenden Tiere werden laut dem Besitzer, der dem Landkreis die Herde zur Pensionspflege übertragen hat, nur mangelhaft versorgt. Es fehlende an Futter und zu Trinkwasser.

Zudem vermutet der Besitzer »Vorteilnahme im Amt« um der Spezialfirma aus Norddeutschland Aufträge verschaffen und erhebt auch schwere Vorwürfe gegen die Amtsleiterin des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes und des 1. Beigeordneten des Landkreises in Bezug auf den von Amtswegen untersagten Schusswaffeneinsatz zur Betäubung der Rinder.

Der Besitzer hat angekündigt, sich gegen die Maßnahmen wehren zu wollen und auch um Schadensersatz zu kämpfen. Die Kosten in Höhe von 75.000 Euro wolle er nicht übernehmen. Bei der Generalstaatsanwaltschaft in Dresden habe er gegen den Landrat und die Amtsleiterin bereits Anzeige erstattet.

Da werden einfach gesunde Rinder völlig sinnfrei quallvoll getötet um eine bescheuerte EU-Norm zu erfüllen. Wie hart muß eigentlich der Tierarzt/ärztin drauf sein, das mit zu machen.

Weiter geht’s hier: h$$p://www.metropolico.org/2016/06/25/wegen-eu-norm-massentoetung-von-rindern/

Oder hier: h$$p://www.bild.de/regional/leipzig/razzia/so-grausam-starben-die-tiere-46479860.bild.html

Oder hier: h$$ps://medienportal-grimma.de/nachrichten/1704/arndt-viehweg-wehrt-sich-das-toeten-unregistrierter-tiere-geht-weiter

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