Chinesischer Tourist landet im Flüchtlingsheim

Er wollte eigentlich nur Urlaub in Europa machen, aber dann haben die Deutschen ihm einfach den Reisepass abgenommen, Flüchtlingsdokumente übergeben und in ein Illegalenheim gesteckt.

Und das ist kein Scherz!!

Seine Europa-Tour hatte sich der 31-jährige Chinese aus dem Großraum Peking ganz anders vorgestellt. Er wollte sich Heidelberg ansehen und dann weiter nach Paris zum Eiffelturm und nach Rom zur Spanischen Treppe. Gelandet ist er am Ende in der Flüchtlingsunterkunft Osthoff in Dülmen. Was war passiert?

In Heidelberg war der Chinese bestohlen worden. Er wollte den Diebstahl anzeigen, fand sich in der fremden Stadt aber nicht zurecht. Statt auf einer Polizei-Dienststelle den Verlust anzuzeigen, muss er bei einer anderen Behörde aufgeschlagen sein.

Vermutlich im Rathaus überschrieb er dann, statt einer Diebstahlsanzeige einen Asylantrag.

Und setzte damit eine Maschinerie in Gang, die kaum zu stoppen war. Sein normaler Reisepass wurde sofort eingezogen. Er erhielt entsprechende Flüchtlings-Dokumente.

Als unregistrierter Flüchtling kam der Chinese dann über Dortmund-Buschmühle in die Dülmener Unterkunft. Das war vor rund 14 Tagen. In Dülmen wurde er zunächst ärztlich untersucht, Fingerabdrücke wurden genommen, die Papiere entsprechend ausgefüllt.

Der Chinese war gut eine Woche in Dülmen. Bekam Essen und Trinken sowie einen Schlafplatz. Taschengeld nahm der Mann auch an. Irgendwann habe Christoph Schlütermann aber gemerkt, dass der gut gekleidete Mann kein gewöhnlicher Flüchtling war. Mit Hilfe einer Sprach-App auf dem Handy startete Schlütermann eine Unterhaltung.

„Da konnte ich auf Deutsch reinsprechen, das Programm übersetzte dann ins Mandarin.“ Als bei der Rück-Übersetzung so kuriose Sätze wie „Ich will in Italien spazieren gehen“ herauskamen, war klar: Der Chinese ist Tourist und will gar kein Asyl. Schlütermann: „Doch einen Asyl-Antrag kann man auch nicht so einfach zurückziehen.“

Der DRK-Vorstand nahm nun Kontakt zu Botschaften und Konsulaten auf, zur Ausländerbehörde. „Aber niemand fühlte sich so richtig zuständig.“

Dann gab’s auch Probleme mit der Identitätsklärung weil sein Visum bei der Einreise am Frankfurter Flughafen an einer falschen Stelle im Computer abgelegt worden war. Irgendwann war die Tortur dann doch zu Ende.

Da hat der Chinese eigentlich noch Glück gehabt, das die Deutschen ihn nicht noch weiter im Asyl-Dschungel gefangen gehalten haben. Bis zur Antragsprüfung wären sicherlich noch 6 Monate verstrichen.

Nach einer Woche konnte der Asiat so aber die Flüchtlingsunterkunft verlassen. „Er hat sich sehr bei uns bedankt, dass wir uns gekümmert haben“, so Schlütermann. Er habe den Behörden keineswegs Vorwürfe gemacht. „Und nachdem er sich Geld aus der Heimat hat schicken lassen, hat er meines Wissens seinen Europa-Trip fortsetzen können.“

Und zuhause kann er dann berichten, in Paris besuchte er den Eiffelturm, in Rom das Kolosseum und in Deutschland ein Asylantenheim.

Quelle: h$$p://www.wn.de/Muensterland/2485601-Urlaub-endet-im-Fluechtlingsheim-Chinese-unterschreibt-anstelle-einer-Diebstahlanzeige-einen-Asylantrag

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