Schweden: „Wir nehmen kein Bargeld“

Um die Abschaffung des Bargeldes voran zu treiben, bemüht man sich in Schweden neben der üblichen Propaganda auch diverser anderer Kniffe.

Viggo Lindgren ist Sprecher des Bundesverband der Einzelhändler und Kleinunternehmer erklärte:

„Wir haben bei unseren annähernd 30.000 Mitgliedern eine Untersuchung durchgeführt. Jeder vierte Befragte glaubt, seine Firma schließen zu müssen, falls es künftig kein Bargeld mehr geben sollte. Nicht überall in Schweden hat man die entsprechenden Kassen und die notwendige IT-Routine.“

Ist klar, im Flächenland Schweden gibt es nicht überall Mobilfunk-Abdeckung, die nächste Bank kann auch ziemlich weit weg sein und ältere Menschen haben nicht immer ein Mobiltelefon. Aber das interessiert die Finanzideologen einen Dreck.

Ohne Bargeld stünden manche Einzelhändler auf dem Land vor dem Aus – es wäre wie ein K.O.-Schlag. Die schwedischen Einzelhändler, Restaurant- und Kioskbesitzer, Reparatur-Dienste, Frisöre und Bäckereien haben ein Problem: Sie passen nicht in die Bemühungen um eine bargeldlose Gesellschaft, die in Schweden vor allem durch die großen Banken des Landes betrieben werden – schon seit vielen Jahren und auf sehr subtile Weise.

Die schwedischen Finanzinstitute besitzen und kontrollieren nämlich – anders als in Deutschland – durch eine gemeinsame und ausgelagerte Gesellschaft alle Geldautomaten des Landes. Ihre Bankomat Bolaget ist somit konkurrenzlos. Dadurch konnten die schwedischen Banken in den vergangenen Jahren die Anzahl der Geldautomaten um fast die Hälfte reduzieren und – ebenso landesweit – die Auszahlungssumme von einstmals 5.000 Kronen – etwas mehr als 500 Euro – auf häufig nur noch 1.000 Kronen begrenzen.
Damit nicht genug: Inzwischen weigern sich die meisten Banken, überhaupt Bargeld anzunehmen. Logischerweise gibt es deshalb bei den Bankautomaten auch keine Deposit-Funktion. Es sind also – wiederum anders als in Deutschland – keine Einzahlungen möglich. Obwohl die Schwedische Krone unverändert ein gesetzlich gültiges Zahlungsmittel ist.

Hammer oder? Imgrunde ist das ein Wirtschaftskrieg gegen die eigene Bevölkerung. Aber die Banken, Politiker und Zeitschriften schweigen in Schweden natürlich zu diesem Thema. Dabei gibt es dadurch bereits jetzt handfeste Probleme:

Für die Einzelhändler und Kleinunternehmer bedeutet dies: Sie werden ihre Tageseinnahmen kaum noch los. Es sei denn, sie unterziehen sich einem mühsamen Deklarations-Prozess, in dem sie die rechtmäßige Herkunft des Bargelds nachweisen und versichern, dass es sich nicht um Schwarzgeld handelt. Einen ähnlichen Prozess können auch Privatpersonen erleben. Etwa, wenn eine Großmutter ihrem Enkelkind 2.000 Kronen schenken möchte – 200 Euro – oder wenn ein Verein für den nächsten Ausflug sammelt oder das Geld bei der Bank deponieren möchte.

Das Perfide ist ja auch, daß sie die Einzelhändler, Gaststättenbesitzer usw. so unter Druck setzen, kein Bargeld mehr anzunehmen. Diese knicken dann ein und geben den Druck an die Bürger weiter, nicht mit Bargeld zu bezahlen. „Vi är kontantlös“ – „Wir nehmen kein Bargeld.“ steht somit auch an vielen Geschäften.

Mit Schweden kann man’s ja machen, die sind ja schon völlig Gehirn gewaschen…

Weiter geht’s hier: h$$p://www.deutschlandfunk.de/schweden-bargeldloses-bezahlen-entzweit-die-gesellschaft.724.de.html?dram:article_id=363172

 

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