Kiel: Doppelstandards für Mädchengäng

Wer in Deutschland kriminell seien möchte, muß entweder *zensiert* oder Mädchen sein.

In Kiel randaliert seit einigen Wochen eine Mädchengäng. Was sind die Gegenmaßnahmen des starken Staates? Man überlegt ihnen ein Praktikum bei der Polizei anzubieten. Der ganze Wahnsinn:

Der Parkplatz für die Einsatzwagen der Bundespolizei liegt nur ein paar Schritte entfernt von den Gleisen des Kieler Hauptbahnhofs….

In den letzten Wochen sind die Fahrzeuge immer wieder ins Visier genommen worden – von einer Gruppe junger Frauen zwischen 13 und 16 Jahren. Mal zerstachen sie die Reifen, mal zerkratzen sie die Scheiben – oder schlugen sie ein. Und sie beschmierten die Polizeiwagen mit Lackfarbe, hinterließen Parolen die – vorsichtig gesagt – nicht gerade schmeichelhaft ausfallen für die Beamten.

Der Sprecher der Kieler Staatsanwaltschaft Axel Bieler:

Die Taten haben etwas Außergewöhnliches. „Wir wissen zwar, dass einige der jungen Frauen auch schon anders strafrechtlich in Erscheinung getreten sind, jedoch innerhalb dieser kurzen Zeit immer wieder zum Nachteil der Bundespolizei. Das ist zumindest hinsichtlich der Vorfälle etwas Besonderes.“

Auf einem der beschmierten Streifenwagen hatten die jungen Frauen die Parole „ACAB“ hinterlassen – die Buchstabenkombination gilt als Abkürzung für „All Cops are Bastards“.

Bei der Durchsuchung einer 16-Jährigen wurde Ende September zudem eine Liste gefunden. Darauf notiert waren Punkte wie „Bullenauto klauen und schrotten“. Oder „einbrechen, klauen und Widerstand leisten“.

Ein besonderer Hass auf die Polizei, eine Art neuer Gruppierung gegen die Staatsgewalt? Nein, sagt Oberstaatsanwalt Bieler: „Also, da sind wir mit unseren Erkenntnissen noch nicht völlig durch. Wir können aber politisch motivierte Taten gänzlich ausschließen.“

Nein, die jungen Damen sind nämlich allesamt Opfer des männlichen Patriarchats, oder so. Beleidigung, Sachbeschädigung, alles kein Grund für strafprozessuale Maßnahmen, sagt Axel Bieler. Stattdessen blubbert er:

„Man könnte eventuell davon sprechen, dass es um Aufmerksamkeit geht, die junge Menschen suchen. Und wenn sie diese nicht auf normalem Wege erlangen diese manchmal dann eben auch durch Taten, um überhaupt bemerkbar zu werden. Nach unseren ersten Gespräch auch mit dem Jugendamt müssen wir wohl davon ausgehen, dass es die Mädchen nicht einfach haben im Leben, so dass dies durchaus ein Hilfeschrei sein könnte – aber nicht sein muss.“

In einigen Fällen spielten Gewalt, Drogen, Vernachlässigung eine Rolle. Den Mädchen gemeinsam sei, dass sie ein Bindungsproblem hätten. Ihnen fehle das Vertrauen in Erwachsene und sie seien schwer zu erreichen. Vielleicht erkläre dass auch, warum sie sich nun die Polizei ausgesucht habe, weil die etwas symbolisierten. Und weil die jungen Frauen wüssten, dass die Beamten ihnen nicht wirklich etwas tun würden. Es gebe da eine Art Ehrgefühl – dass sie niemanden verletzten wollen, eher sei es ein Räuber- und Gendarm-Spiel. Bei dem es aber auch um eines ginge: Um Aufmerksamkeit.

Also müssen wir den armen Mädchen anstatt einen Besuch in der JVA mal lieber ein paar neue Perspektiven geben. Was hätte man wohl mit einer Bande von Jungen gemacht?

Inzwischen hat es mehrere Treffen zu dem Thema gegeben, an dem Vertreter von Jugendamt, der Polizei und der Staatsanwaltschaft teilnahmen. Ein Vorschlag der dabei diskutiert wurde: Warum den jungen Frauen nicht mal ein Praktikum anbieten – bei der Polizei?

Quelle: h$$p://www.deutschlandfunk.de/kiel-junge-frauen-halten-polizei-in-atem.1769.de.html?dram:article_id=369208

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