Randale der Weltoffenen

Die Trump-Gegner haben für sich „Weltoffenheit, Toleranz, Meinungsfreiheit“ etc. gepachtet und diese Dinge sprechen Donald Trump natürlich ab.

Nun wurde er zum 45.Präsidenten der USA gewählt und man kommt aus dem Staunen nichtmehr raus. Erinnert sich Jemand an die Unruhen durch Konservative als Obama gewählt wurde? Nein? Die gab’s auch nicht. Obwohl viele gewettert haben damals.

Dafür zeigen jetzt die Weltoffenen und Toleranten, was ihnen Meinungsfreiheit und Demokratie bedeutet.

Erst haben Tausende öffentlich auf den Straßen rumgeheult, das jetzt die Welt untergehen würde. Dann haben sie gegen den neuen Präsidenten protestiert. Dann haben sie Randaliert und es gab Verletzte und Festnahmen.

Sie werfen Trump Hass vor und hassen ihn so dermaßen, das sie ausflippen. Und dabei merken sie noch nicht einmal wie intolerant sie sich selber gegen Andersdenke verhalten.

Es gab eine freie demokratische Wahl und die „Liebe, Toleranz und Vielfalt“-Fraktion randaliert, legt Brände und schreit rum die Wahl nicht zu akzeptieren.


Nun zu unseren Medien ein Wort. Da hab ich mich gestern echt gefragt, ob es noch bigotter geht. Bei den Öffentlich-rechtlichen setzte eine Diskriminierungskanonade beim Runterspulen der Statistiken ein, es war faszinierend.

Es gibt ja keine Geschlechter, aber als erstes wurde gestern ständig erwähnt das (böse) Männer mehrheitlich Trump gewählt haben. Und die (guten) Frauen dafür Clinton.

Es gibt keine Rassen, aber als zweites wurde ständig erwähnt das (böse) „Weiße“ Trump gewählt habe und (gute) „Schwarze“ Clinton. (auch gute) „Latinos“ dagegen waren etwas unentschlossener.

Neben der rassistischen und sexistischen Komponente kamen dann noch Altersdiskriminierung (jung gut, alt böse), Bildungsdiskriminierung (Studium gut, Ausbildung schlecht) und Diskriminierung nach sozialen Stand (reich gut, arm böse) dazu.

Dabei hat „Gut“ stets Clinton, „Böse“ stets Trump gewählt.

Ständig wurde einem erklärt, das bildungsschwache weiße junge Männer aus der Unterschicht Trump gewählt haben. Das die überhaupt wählen dürfen?! Da muß man doch als weltoffener vielfältiger Toleranzromantiker mal was machen und wahlweise den Männern, den Weißen oder den sozial schwachen das Wahlrecht entziehen!

Die Presse hat sich da schon netter geäußert als der Fernsehjournalist. Stellvertretend dürfen jetzt mal die Welt und die FAZ herhalten:

Die weiße Revolution
Weiße Amerikaner ohne Hochschulabschluss verschafften Donald Trump einen riesigen Vorsprung. Schwarze, Latinos und Frauen unterstützten Hillary Clinton nicht so wie erhofft. Eine Wahlanalyse.
Laut den Daten der „New York Times“ konnte Trump weitaus mehr Stimmen weißer Amerikaner ohne Hochschulabschluss für sich gewinnen als die republikanischen Kandidaten vorheriger Wahlen. Sein Vorsprung gegenüber Clinton liegt bei etwa 40 Prozentpunkten. Weiße mit Hochschulabschluss tendierten weniger stark zu ihm, wählten ihn in der Mehrheit aber dennoch.
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/analyse-zur-us-wahl-2016-wer-waehlte-wen-14520011.html

Trumps Sieg ist weiß, männlich, bildungsschwach
Demokratie ist die Herrschaft der Mehrheit. In den USA sind die Weißen in der Mehrheit. Und sie haben sich überwiegend Donald Trump als neuen Präsidenten gewünscht.
Nicht mal ein Drittel der Hispanics und Asiaten votierte für ihn, bei den Schwarzen waren es laut Nachwahlbefragungen des Senders CNN gerade noch acht Prozent. Dennoch: Trump schneidet bei den Minderheiten immer noch etwas besser ab als der Republikaner Mitt Romney vor vier Jahren.
Seine Mehrheit aber beschaffte sich Trump bei der weißen Bevölkerung. Außerdem stimmten weniger gebildete Menschen vermehrt für ihn, Wähler mit höherem Bildungsabschluss entschieden sich hingegen mehrheitlich für die Demokratin Hillary Clinton. Sie hatte außerdem mehr Frauen auf ihrer Seite, die Trump-Anhänger sind dagegen überwiegend männlich.
Kombiniert man die Merkmale Geschlecht, Bildung und Ethnie, wird die Kernwählerschaft Trumps besonders deutlich: Sie ist weiß, männlich und besitzt keinen Hochschulabschluss. Auf jeden sechsten wahlberechtigten Amerikaner trifft diese Kombination zu. Drei Viertel von ihnen haben für Trump gestimmt.
Quelle: https://www.welt.de/politik/ausland/article159382274/Trumps-Sieg-ist-weiss-maennlich-bildungsschwach.html

Warum Frauen, Schwarze, Junge, Städter und Studierte per se bessere Menschen sind, hat dann mir aber auch noch keiner erklärt.


Update:  „Schuld haben die weißen Männer“

Alice Schwarzer, Frauenrechtlerin und Publizistin, hält Donald Trump für einen „Entertainer, der überhaupt nichts von Politik versteht“ und „Hass gesät“ habe. Doch wer hat ihn gewählt? „Das Problem sind die weißen Männer“, diagnostizierte Feministin Schwarzer. Denn die fühlten sich „deklassiert durch eine tüchtige Frau“. In den USA herrsche „Nervosität“ unter den Kerlen weißer Hautfarbe, die sich nun einmal mit erfolgreichen Frauen vom Schlage einer Hillary Clinton nicht abfinden könnten.

Quelle: h$$p://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/alice-schwarzer-der-weisse-mann-ist-schuld-an-trumps-sieg-id12345648.html#plx959601804


Update: „Die Frauen haben die Wahl verloren“

Harte Feminismusscheisse kommt von der Welt. Da fragt sich eine Journalisten ernsthaft, nachdem Clinto voll auf die Femi-Karte gesetzt hat: „Warum hat Clinton keinen feministischen Wahlkampf geführt?“ Geht es noch dümmer?

Es ist nicht davon auszugehen, dass Trump den Wahlkampf trotz seiner offenkundigen Frauenverachtung gewonnen hat, er hat sie wegen ihr gewonnen.

Hat man das einmal verstanden, liegt es nahe, zu vermuten, bei Clintons Niederlage gegen Trump handle es sich auch um die Niederlage einer feministischen Frau gegen einen Frauenfeind. Das ist zwar wahr. Man muss sich aber auch fragen, warum Clinton nicht gelungen ist, diesen Wahlkampf als einen popkulturellen, als einen feministischen zu führen.

Das Identifikationspotenzial wäre riesig gewesen, auch wenn die Wähler sie nicht so bewundern wie ihre First Lady Michelle Obama. Es ist als hätte es diese historische Möglichkeit, selbst in ihrem Scheitern, nie gegeben. Das ist eigentlich ungeheuerlich.

Wir haben etwas vergessen: Hillary Clinton ist eine Frau.

Stimmt man wählt ja seinen Kandidaten nicht wegen Inhalten, sondern wegen dem Geschlecht. Wiedereinmal purer Sexismus.

Quelle: https://www.welt.de/kultur/article159391530/Die-Frauen-haben-die-Wahl-verloren.html

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Eine Antwort zu Randale der Weltoffenen

  1. Kleiner Figaro schreibt:

    Trump wurde gewählt, obwohl er sich hinstellt und lügt ( O-TonChristine Krüger vom BR)!
    Da fällt einem nichts mehr ein! Ich hab‘ mir ernsthaft überlegt, mein Radiogerät vor den Toren dieses Radiosenders zu entsorgen.
    Eine unglaubliche Kampagnie wurde mit diesem Wahlergebnis losgetreten; und es geht weiter!
    Die ‚Mainpost‘ weiss schon , dass von der neuen , schönen Firstlady Nacktfotos existieren.
    Das Gruselkabinett, das sich ‚Öffentlich- Rechtlich‘ nennt, wird auch weiterhin für Unterhaltung sorgen !

    Gefällt mir

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