Innsbruck: Nächtigungsverbot für Obdachlose

Wie können wir den zumeist männlichen Obdachlosen helfen? Ach ne falsche Fragestellung. Wie lösen wir nicht deren Probleme und helfen ihnen, sondern wie verbannen wir das Problem aus unserem Sichtfeld? Das hat man sich in Innsbruck wohl gefragt und eine Lösung gefunden.

Am Mittwoch haben die Bürgermeisterinnen-Liste Für Innsbruck und die ÖVP im Stadtsenat eine ortspolizeiliche Verordnung verabschiedet, die es Obdachlosen bei Strafe verbietet, in der Innenstadt im Freien zu nächtigen. Die SPÖ enthielt sich der Stimme, nur die Grünen waren dagegen. Die Verordnung diene dem Schutz der Obdachlosen vor Übergriffen und dem Erfrieren. Idee der Bürgermeisterin Die Idee zum Schlafverbot kommt von Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. In den vergangenen Monaten hat die Zahl der Obdachlosen, die in Geschäfts- oder Hauseingängen in der Altstadt nächtigen, merklich zugenommen – sehr zum Ärger einiger Anrainer und vor allem Geschäftstreibender, sagt Oppitz-Plörer. Die Stadt versuchte die unliebsamen Gäste zu vertreiben, indem abends die Schlafplätze mit Wasser bespritzt wurden, um sie so unbrauchbar zu machen. Weil das nicht fruchtete, soll nun ein generelles Schlafverbot für Ordnung sorgen. Die bis zu 2.000 Euro Strafe bei Zuwiderhandeln seien nötig, „um Druck dahinterzubringen“, sagt die Bürgermeisterin. Sie gehe ohnehin nicht davon aus, dass schon am ersten Tag die Höchststrafen ausgesprochen würden.

Sehr christliche Werte, die die Bürgermeisterin da anlegt.

Die Grünen und Sozialvereine sind empört über die Verordnung. „Das kommt einem Verbot von Obdachlosigkeit gleich“, sagt die grüne Gemeinderätin Kathrin Heis. Michael Hennermann vom Verein für Obdachlose fordert von der Stadt Angebote statt Verboten: „Eine Verordnung zu erlassen, die das Nächtigen im öffentlichen Raum unter Strafe stellt, führt zu keiner Behebung einer Notlage, im Gegenteil verschärft sie die ohnehin dramatische Situation.“

Und da 99,9% der Obdachlosen Männer sind, die der Gesellschaft bekanntlich scheiß egal sind, ist diese ganze Aktion eine weitere männerfeindliche Aktion des Patriarchats zur Unterdrückung der … ähem … oder irgendwie so….

Quelle: h$$p://derstandard.at/2000047254816/Innsbruck-beschliesst-Naechtigungsverbot-fuer-Obdachlose

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