So rechtsradikal sind TKKG

Hammer, ich glaub ich muß mir unbedingt mal ein paar Kassetten der beliebten Kinderserien „TKKG, die Profis in spe“ besorgen.

Annika Leister erklärt mir nämlich auf Bento, wie rechts und erzkonservativ doch die Bande gewesen ist.

Thema Frauenbild:

Katja, die entgegen des Wunsches ihres Vaters einen Tätowierer heiratet, verbrennt kurz darauf fast bei einem Autounfall. Der Vater befindet an ihrem Krankenbett: „Das hast du nun davon.“ („Mit heißer Nadel Jagd auf Kids“)
Und als die kleine Nina in der Folge „Mädchenraub im Ferienhaus“ entführt wird, diskutieren die Eltern als Erstes über ihre Kleidung. „Sie hatte das T-Shirt an, das du nicht leiden kannst, das mit der Eistüte drauf, darunter steht ‚Leck mich’“, sagt die Mutter. Obwohl die Entführer gar keine sexuellen Motive verfolgen, betreiben ausgerechnet Mama und Papa Victim Shaming.

Thema Ausländer:

Die erfolgreichste „Ermittlungsmethode“ der Bande ist Racial Profiling: Wo immer ein Ausländer in der Nähe ist, verdächtigen sie ihn ohne Indizien sofort als Täter – und liegen mit ihren rassistischen Vorurteilen fatalerweise fast immer richtig. Auch Antisemitismus und Ressentiments sind häufige Motive. Juden sind gerissene Juweliere, Zigeuner dreckige Diebe, Russen brutale Entführer, Italiener Mafiosi und Araber öläugige Betrüger. Punkt.

„Das haut den stärksten Neger aus der Weltraumkapsel!“ – auch wenn aus Tims Mund mal eben das N-Wort eingestreut wird (in „Wer raubte das Millionenpferd?“), ist das für die anderen nichts weiter als ein flapsiger Spruch.

Rassistische Sprüche und fremdenfeindliche Witze blubbern in allzu vielen Folgen ganz beiläufig aus den Mündern der vier Schüler und wir als alltäglich betrachtet.

Punks und Kiffer sind kriminelles Gesocks:

Wer ihrem konservativen Konformismus widerspricht, den verurteilt die Bande umgehend als asozial. Das können Punks und Kiffer sein, aber schon Tätowierungen, Piercings oder bunt gefärbte Haare genügen zur Verurteilung. Die harmlosen Cannabis-Konsumenten an ihrer Schule sind in den Augen von TKKG „dumm“, „bescheuert“, „Saukerle“ und werden mit deftigen Moralpredigten bekehrt („Rauschgift-Razzia im Internat“).

Quelle: h$$p://www.bento.de/vintage/tkkg-so-rechts-waren-die-hobby-detektive-wirklich-1156667/#refsponi

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