Nacktbilder des Sohnes verkauft – Mutter behält Sorgerecht

Und gleich den nächsten juristischen Fall aus dem Mai hinterher, der zeigt, das Frauen vor deutschen Gerichten auf keinen Fall bevorzugt werden. Die Welt schreibt dazu:

Auf der Suche nach Geld greift eine 47-jährige Mutter zu drastischen Methoden. Einem Unbekannten aus dem Internet schickt sie Nacktbilder ihres siebenjährigen Sohnes. Ins Gefängnis muss sie jedoch vorerst nicht.

Danach folgt ein Gejammer warum die Frau eigentlich das eigentliche Opfer ist. Sie war nämlich völlig Pleite und wollte sich ihrem Mann, „einem Choleriker“ nicht anvertrauen.

Zuerst ging es lediglich um Porträtfotos ihres damals siebenjährigen Sohnes und die Mutter knipste erste Bilder. Der Mann zahlte einige Hundert Euro. Dann jedoch forderte er ganze 370 Bilder, auf denen der Junge nackt ist und posiert. Die Frau drückte auch hier den Auslöser.

Erst sagte sie vor Gericht, es habe sich nur um ein einziges Foto gehandelt. Nun steht fest, sie hatte vier Bilder verschickt. Auf einem berührt ihr Sohn sein Genital.

Dann wird die Frau als grenzenlos naiv geschildert, die gar nicht wußte, wofür der Mann diese Bilder haben wollte.

Inwiefern sich die Frau bewusst war, auf was und mit wem sie sich eingelassen und was sie ihrem Sohn damit angetan hatte, spielt für das Urteil eine bedeutende Rolle. Bereits zu Beginn der Verhandlung stellte die Richterin in Aussicht, dass sie die Strafe von zwei Jahren Haft so auf Bewährung aussetzen könnte. Trotzdem legte die Angeklagte kein Geständnis ab, sodass in den vergangenen Monaten jede einzelne E-Mail zwischen ihr und dem Mann geprüft wurde, um festzustellen, inwiefern die Mutter die Konsequenzen bedacht hatte. Die Staatsanwaltschaft forderte für die Mutter eine sechsjährige Haftstrafe.

Selbst ihr Verteidiger Dieter Schenk gab zu, dass seine Mandantin „grenzenlos naiv“ gewesen sei. Trotzdem habe das Kind keinen Schaden davongetragen. Er betonte hingegen, dass die Frau mittlerweile ihre Schulden abbezahlt habe und ihr Sohn sich zu Hause weiterhin wohl fühle. Er plädierte auf eine dreimonatige Bewährungsstrafe.

Richterin Franziska Braun verurteilte die Frau anschließend zu insgesamt zwei Jahren auf Bewährung. Das Gericht wolle vermeiden, dass das Kind noch mehr erleiden muss. So behält die Mutter bislang das Sorgerecht für ihren Sohn, allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Wie wäre der Fall wohl ausgegangen wenn Papa Fotos von seiner Tochter gemacht hätte, und Angst vor seiner cholerischen Ehefrau gehabt hätte?

Quelle: h$$ps://www.welt.de/regionales/bayern/article164845676/Nacktbilder-des-Sohnes-verkauft-Mutter-behaelt-Sorgerecht.html

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