Efta-Behörde verklagt Norwegen

Efta steht für Europäische Freihandelsassoziation und enthält die Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Die Überwachungsbehörde der Efta klagt nun Norwegen vor dem Efta-Gerichtshof, und zwar wegen der Diskriminierung von Vätern.

Das Land gewährt zwar einen individuellen Anspruch auf zehn Wochen bezahlten Elternurlaub wie auch ein gemeinsames Recht auf 26 weitere bezahlte Wochen, über die die Paare selbst verfügen können.

In der Realität erhalten Väter, die sich um ihren Nachwuchs kümmern, aber nur Lohnersatz, wenn ihre Frauen gleichzeitig arbeiten oder studieren. Für Mütter gibt es keine entsprechende Einschränkung – sie erhalten Elterngeld, egal, was ihr Partner tut.

Frauen bekommen in Norwegen also mehr Rechte auf Elterngeld als Männern. Dies  verstößt laut der Efta-Überwachungsbehörde gegen die Gleichstellungsdirektive des Europäischen Wirtschaftsraums.

Eine klare Benachteiligung. Aber nicht für unsere nordischen Nachbarn, die sich sonst soviel auf ihre Gleichstellungspolitik einbilden.

2015 hatte die Behörde es noch mit Reden versucht, fand aber kein Gehör. Die norwegische Regierung meinte:

…, die Gleichstellungsdirektive habe in dieser Frage keine Gültigkeit und falls sie es doch tue, so sei die norwegische Praxis als «positive Diskriminierung» zu werten, welche die Gleichstellung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt stärke. Zudem entscheide nicht Brüssel, sondern Oslo, unter welchen Bedingungen man das großzügige Elterngeld auszahle.

„positive Diskriminierung“ Diese Verbalkonstruktion kennen wir ja auch bereits aus der BRD.

Nach Schätzung des Gleichstellungsministeriums wird jährlich 6000 Männern das Papa-Geld verweigert … 2017 reichten 60 Väter wegen des verweigerten Elterngeldes Klage ein.

Schon geil oder? Angeblich mit das fortschrittlichste Gleichstellungsland der Erde und verweigert dann einfach Männern die Elternzeit. Alle Norweger sind gleich, aber norwegische Frauen sind gleicher.  Bleibt zu hoffen das Norwegen vor dem Efta-Gerichtshof verlieren wird.

Quelle: h$$ps://www.nzz.ch/international/diskriminiert-norwegen-seine-vaeter-ld.1385127

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Eine Antwort zu Efta-Behörde verklagt Norwegen

  1. Gabrielsen schreibt:

    In Norwegen ist GLEICH wer den Gesetzesmachern am nächsten steht- Mann oder Frau spielt da keine Rolle. Im allgemeinen, geht es darum einige Familien in das finanzielle Aus zu stossen mit diesen Entscheidungen. Am Ende dieser Kette steht dann der Barnevern und entfernt die Kinder aus der Familie, da die finanzielle Situation nicht passend für die Erziehung eines Kindes ist. Alles was in Norwegen auch nur im entferntesten mit Kindern zu tun hat, hat Strategie. Diese Situationen sind gewollt und gefährlich für entsprechend, betroffene Eltern und Kinder. Angestellte des NAV (Arbeitsamt) gehen sogar so weit, Müttern oder Vätern, meisst alleinerziehend, gesetzlich geregelte Hilfen zu verweigern für einen Zeitraum von ca. 6 Monaten. Auch hier wieder der Hintergrund, der Barnevern (Jugendamt). Bei diesen Eltern, ob ein Elternpaar oder einzelne Elternteile, schweben die Kinder in höchster Gefahr, von den norwegischen, staatlich, eingesetzen Kidnappern geholt zu werden. Ich habe 10 Jahre in diesem Land gelebt, meine Tochter dort oben an den norwegischen Vater verloren und musste aus dieser Hölle fliehen um meinem Kind den Vater zu sichern. Anderenfalls hätte man unser Kind in eine Pflegefamilie gesteckt, welche sich dann wiederum ein ordentliches Einkommen vom Staat zuschieben lassen. Arbeitslose Eltern verlieren mehr und mehr ihre Kinder an arbeitslose „Möchtegerneltern“ auf Norwegens Aussenkanten (im Norden und auf Inseln, ab der bevölkerungsdichten Gebiete). Kinder sind die Einnahmequellen der jeweiligen, vom Aus bedrohten Kommunen. Eine Pflegefamilie bekommt pro Jahr ca. 500000,-NOK für die Pflegekinder. Dieses Geld ist Einkommen und wird in der jeweiligen Wohnkommune versteuert. Somit wird Arbeitslosigkeit und Abwanderung verschleiert und mit Kinderklau die betroffenen Kommunen am Lebenerhalten. Zusätzlich bezahlt der norwegische Staat jährlich eine staatliche, finanzielle Unterstützung pro Einwohner an die entsprechende Kommune. Gestohlene Kinder sind von daher eine enorme Einnahmequelle für alle öffentlichen Einrichtungen.

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