Syrien: Das Jahrzehnt der Frauen

7 Jahre lang Abwehrkampf gegen ausländische Kriegstreiber haben das Land ausgelaugt.
Männer sind Mangelware. Entweder sind sie tot, oder nach Europa geflohen um sich vor dem Kriegsdienst zu drücken.

Typische Männerberufe wie Taxifahrer oder Kellner werden nun von Frauen ausgeübt.
Die Universitäten und Felder des Landes sind voller Frauen.

Once almost equally proportioned before the war, there is now one man for every seven women, according to the Syrian Commission for Family Affairs, a non-governmental organisation concerned with population matters

Auf einen Mann kommen sieben Frauen!

In the small countryside town of Sheikh Badr in the coastal province of Tartous, a couple of hours north of the capital, photos of men killed in the war plaster almost every wall.
There are also snapshots of soldiers who have gone missing, with words such „May God return him safe“ written underneath.
Every day, as Alia goes to the field to tend olive trees, she sees the images of her old friends hanging on the walls. Now only her female friends remain.
„I am afraid that I will stay alone forever, there are no men left in our city. Who will I marry?“ asks the 23-year-old university student.

„Ich habe Angst, dass ich für immer allein bleibe, es gibt keine Männer mehr in unserer Stadt. Wen werde ich heiraten“, fragt die 23-jährige Studentin.

Alia und viele ihrer Freundinnen haben nun Angst das sie für immer Single bleiben!

Now they have all taken up roles traditionally reserved for men, she says her friendship group all feel as if they are men now themselves.
Alia wears a large straw hat and her face seems tired. She says she has not plucked her eyebrows for a long time.
„Why do I take care of myself, and for whom do I put on makeup for? No one looks at me.“
Alia looks up at the images of Tartous‘ dead youth.
„Only pictures look at me, but they do not feel me,“ she says.

Alia trägt einen großen Strohhut und ihr Gesicht wirkt müde. Sie sagt, sie hat sich schon lange nicht mehr die Augenbrauen gezupft.
„Warum kümmere ich mich um mich selbst und für wen schminke ich mich? Niemand schaut mich an.“
Alia schaut auf die Bilder von Tartous‘ toter Jugend.
„Nur Bilder sehen mich an, aber sie spüren mich nicht“, sagt sie.

Auch schön der Blick an der Universität:

One, two, three, not more. A few male youths surrounded by girls. Welcome to Damascus University.
„It is the years of females only, it is the era of women. Not only at work, but also in study,“ Mirella Ahmad, a 27-year-old student, tells MEE.
Statistics provided by the University of Damascus show that in every college or faculty, with the exception of the faculty of medicine, female students now outnumber their male colleagues.
Ahmad inspects her fingers, then those of her friend next to her. She is looking for a ring, the sign of engagement or marriage.
„All the fingers are bare, none are wearing rings and there are no men holding them,“ Ahmad says.

Eins, zwei, drei, nicht mehr. Ein paar männliche Jugendliche, umgeben von Mädchen. Willkommen an der Universität Damaskus.
„Es sind nur die Jahre der Frauen, es ist die Zeit der Frauen. Nicht nur bei der Arbeit, sondern auch im Studium“, sagt Mirella Ahmad, eine 27-jährige Studentin.
Die Statistiken der Universität Damaskus zeigen, dass in jeder Hochschule oder Fakultät, mit Ausnahme der Medizinischen Fakultät, die Zahl der Studentinnen heute höher ist als die der männlichen Kollegen.
Ahmad inspiziert ihre Finger, dann die ihrer Freundin neben ihr. Sie sucht einen Ring, das Zeichen der Verlobung oder der Ehe.
„Alle Finger sind kahl, keiner trägt Ringe und es gibt keine Männer, die sie halten“, sagt Ahmad.

Feministinnen freuen bereits auf die bevorstehende Befreiung der Frauen in Syrien. Das eine ganze Generation von Frauen besorgt ist als alte Jungfern zu enden, gilt da als vertretbarer Kollateralschaden.

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